„Heiliger Gral“ der Pokémon-Karten für 16,5 Mio. Dollar bei Goldin Auctions verkauft
Wenn du dachtest, 9,12 Mio. für einen Comic wäre schon jenseits von Gut und Böse: Willkommen im nächsten Level. Logan Paul hat seine legendäre Pikachu Illustrator-Karte (PSA 10) für rund 16,5 Mio. US-Dollar versteigern lassen – laut Guinness World Records ein neuer Weltrekord für den Auktionspreis einer Trading Card.
Die Schnellfakten (für den „Was zum…?!“-Moment)
- Zuschlag: ca. $16,5 Mio. nach 41 Tagen Bietzeit
- Karte: Pikachu Illustrator, PSA 10 (die einzige bekannte 10)
- Vorheriger Kauf: $5,275 Mio. (2021) – damals selbst schon Rekord
- Auktionshaus: Goldin Auctions
Warum ausgerechnet diese Karte so ein Mythos ist
Die Pikachu Illustrator ist nicht einfach „eine seltene Pokémon-Karte“, sondern so etwas wie der Mona Lisa-Moment des TCG-Hobbys. Sie wurde Ende der 90er (1998) als Preis für Illustrations-Wettbewerbe in Japan vergeben – und gilt als extrem selten (offiziell werden oft 39 ausgegebene Exemplare genannt; insgesamt sind nur wenige Dutzend überhaupt bekannt).
Der nächste Turbo ist die Zustandsfrage: Laut PSA (Professional Sports Authenticator) gibt es genau 1 Exemplar mit PSA 10 – und das ist genau die Karte, die Logan Paul besitzt/besaß.
Im Klartext: Für „die“ eine perfekte Kopie gibt’s nur einen Platz am Tisch.
Logan Paul als Besitzer: Vom Nerd-Traum zur WrestleMania-Trophäe
Logan Paul hat die Karte 2021 für $5,275 Mio. gekauft (damals ebenfalls Guinness-rekordwürdig) und sie maximal medienwirksam inszeniert:
Er ließ eine diamantbesetzte Kette/Case anfertigen und trug sie sogar bei seinem WWE-Debüt bei WrestleMania 38.
Das ist der Punkt, an dem „Sammlerstück“ und „Popkultur-Artefakt“ verschmelzen: Die Karte ist nicht nur selten – sie wurde Teil einer öffentlichen Story.
Der Deal: Wer hat sie gekauft – und wie lief die Auktion?
Die Auktion lief bei Goldin Auctions und endete bei $16,5 Mio. nach 41 Tagen Bietzeit.
Als Käufer wird A.J. Scaramucci genannt (Venture-Capital-Feld; laut Berichten trat er teils auch öffentlich im Umfeld des Finales auf).
Und ja: Diese Zahl ist so groß, dass sie außerhalb der Sammelbubble sofort eine zweite Debatte triggert – Sammlerleidenschaft vs. Asset-Klasse. Denn der Sprung von 5,275 Mio. (2021) auf 16,5 Mio. (2026) ist nicht „normaler Markt“, das ist „Trophäen-Ökonomie“.
Was ist Goldin Auctions eigentlich – und warum landen solche Stücke genau dort?
Goldin ist eines der bekanntesten Auktionshäuser für High-End-Collectibles – gerade dort, wo sich Sports Cards, Popkultur, Memorabilia und Medienhype gegenseitig hochschaukeln.
Ein paar harte Fakten zur Einordnung:
- Goldin wurde 2012 aufgebaut (Gründer: Ken Goldin) und meldete seitdem über $1,2 Mrd. abgewickeltes Verkaufsvolumen (laut eBay-Mitteilung).
- 2021 wurde Goldin von Collectors Holdings (PSA-Umfeld) übernommen; später ging Goldin an eBay (Deal/Transaktion 2024, breit berichtet).
Auktionshäuser wie Goldin sind nicht nur „Marktplatz“, sondern Marketingmaschine + Vertrauenslayer + Bühne. Bei Objekten, wo ein einziger Bieter den Preis sprengen kann, ist diese Bühne oft die halbe Miete.
Netflix-Tipp für Sammler: King of Collectibles: The Goldin Touch
Wenn du genau erfahren möchtest wie so ein"Auktionszirkus" funktioniert:
Auf Netflix läuft King of Collectibles: The Goldin Touch – eine Reality-Doku rund um Ken Goldin und sein Team, die genau diese Welt aus großen Einlieferern, Showmanship, Verhandlung und „Trophäen-Lots“ zeigt. Die Serie startete 2023 und Season 3 wurde gerade kürzlich im Dezember 2025 veröffentlicht.





